In einer Leistungs(druck)gesellschaft ist es aber (gerade für Politiker) (leider) (noch) notwendig, auf gewisse “Hartfacts” verweisen zu können, die als (oberflächliche) Argumente zur Wahl dienen. Das halte ich zwar für falsch (ein weiterer Standpunkt), denn bei Wahlen geht es sehr viel um Vertrauen. Der Vertrauensverlust (und das halte ich für einen wesentlichen Punkt, warum die “Politikverdrossenheit” in Österreich so ausgeprägt ist) beginnt in unserem heutigen System, wenn man seine Stimme einer Partei und nicht einer Person anvertraut, geht weiter indem man inständigst hofft (statt handelt), dass die versprochenen Wahlzuckerln eingelöst werden und steigert sich weiter, wenn dann trotz Hoffnung nichts passiert und man nicht mal auf ein Gesicht angefressen sein. Dadurch enthumanisiert sich die (institutionelle) Politik. Ich bin also für ein stärkeres (Direkt‐) Personenwahlrecht, eine transparentere Parteipolitik als ganzes und niedrigere Barrieren zum selber mitmachen. Der Ist‐Zustand ist schrecklich, Politik, die laut vorhergegangener Definition die gewollte Beeinflussung der Zukunft ist, ist unmenschlich, oder wird von vielen Menschen als dieses Empfunden. Da denke ich, dass ich vieles ändern kann. Ich kann als starke Persönlichkeit statt Wahlversprechen mich und meinen Charakter zur Wahl stellen. Wahlversprechen sind ja an sich schon eine Perversion in sich. Ich bin als Abgeordneter meinem Gewissen und dieses dem Wohl nicht nur meiner Wähler sondern der gesamten legitimierenden Gesellschaft (und meines Erachtens sogar darüber hinaus) verpflichtet. Indem ich aber verspreche, gewisse konkrete Handlungen (z.B. Mehrwertssteuersenkung) in der Zukunft zu setzen, beanspruche ich:
entweder für mich die Sicherheit, dass das jetzt (!!) dem Interesse meiner Wähler und meinem Gewissen entspricht (das ist soweit überprüfbar möglich), gleichzeitig aber auch in der Zukunft, wenn ich diese Handlungen zu setzen verspreche, noch diese Bedingungen erfüllt (ich wäre sehr verwundert, wenn jemand in die tatsächliche Zukunft blicken kann, ich kann es nicht!),
oder ich verspreche eine Handlung zu setzen von der ich mir bewusst bin, dass sie unter Umständen nicht dem Interesse meiner Wähler entspricht und daher auch nicht mit meinem Gewissen vereinbar ist,
oder die dritte Möglichkeit ist, dass ich mir beim Versprechen bewusst bin, dass ich es unter Umständen (wenn es eben nicht mehr die Bedingungen erfüllt) mein Versprechen brechen werde.
Drei schlechte Optionen und drei gute Gründe für eine Abkehr von Wahlversprechen (gerne wird auch von Wahlzuckerln gesprochen). Es sollte vor allem im Wahlkampf nicht um Wahlversprechen und “Hardfacts” gehen, sondern vielmehr um die Persönlichkeit der handelnden Personen. Was wir brauchen ist eine Beurteilung der Qualifikationen statt die oberflächliche Beurteilung von Zuckerln mit drei (gerade beschriebenen) Widerhaken. Wäre das schon vor mehreren Jahrzehnten geschehen, ich bin mir sicher, wir hätten die von Andreas Lindinger beschriebene Kompetenzkrise jetzt nicht (in diesem Ausmaß). Ich bin also gefangen zwischen einerseits der pervertierten Erwartung auf Wahlversprechen und andererseits dem Ziel einer Beurteilung meiner Urteilsfähigkeit. Hier sehe ich eine weitere Möglichkeit neue Wege zu beschreiten und ein Exempel zu setzen. In meinem Wahlkampf könnte es um Information und Empowerment gehen, um die Aufforderung zu Kritik und zu Mitgestaltung. Ich könnte hier ein Vorbild sein.
Wenn ich gewählt werde, möchte ich fassbar, greifbar, unter den Leuten, für die ich ja 24/7 arbeite, sein. Ich möchte zuhören, ich möchte Fragen stellen und antworten suchen, ich spüre tagtäglich, dass es ein großes Bedürfnis nach Antworten gibt, dass es ein großes Bedürfnis nach geduldigen und ehrlichen Zuhörern gibt. Ehrliches zuhören und antworten, dass will ich in der (institutionellen) Politik stärken.
Absolut empfohlen. Und wenn es dir mal schwer fällt an dich zu glauben, dann erinner dich daran, dass du nicht einfach so 16 Jahre alt geworden bist, sondern weil du gut bist. Erinner dich an die schweren Zeiten, durch die DU ALLEINE gegangen bist. Erinner dich an die Situationen in denen du dich auf dich selbst verlassen hast – und erfolgreich warst. Und denk daran: Nur wer auch mal scheitert, kann langfristig profitieren (lernen/besser werden).
Wenn es dir mal schwer fällt optimistisch zu sein, denk einfach an dein Ballkleid. Du hast gesagt ich finde eines und jetzt hast du ein wunderschönes Kleid gefunden, dass dich in deinem vollen Glanz erstrahlen lassen wird. =) Es macht keinen faktischen Unterschied ob du Scheitern als Regel oder als Ausnahme siehst, es macht keinen Unterschied ob du Erfolg als Regel oder Ausnahme interpretierst. Es macht keinen Unterschied ob du nach dem guten oder schlechten im Leben suchst. Es macht keinen Unterschied, ob du optimistisch oder pessimistisch durch dein eigenes Lebens stapfst – außer, außer, dass es dir das eine mal gut gehen wird, du dich fallen lassen kannst und darauf vertraust, dass dein Leben dir immer mehr gutes als schlechtes bringen wird – oder, oder im anderen Fall wirst du dich quälen, unsicher sein, verzweifeln, hoffen, aber die Enttäuschungen werden dich fertig machen. Faktisch wird es nichts ändern – außer wie’s dir geht.
Ich glaub an dich, weil jeder Mensch einzigartig und in seiner Einzigartigkeit wunderschön ist. Du machst das. =) Wenn du irgendetwas brauchst, schreib mir, ruf mich an – und wehe du denkst über dich nach, was ich denke, wenn du dieses Angebot annimmst. Stop the doubt! Now! Er schränkt dich SO sehr ein.
Ich schreibe viele Mails. Viele Facebookmessages. Skype. Eine Flut an Buchstaben überkommt mich. Und da ist viel schönes dabei. Auf txt.io/arminsoyka werde ich zitieren. Kürzer als Blog, länger als Twitter, schlichter als Soup. Mal schauen, wie’s geht.